Gute Praktiken

Lexikon der guten Praktiken bretonischer Vermieter

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Die bretonischen Anbieter, die Sie auf dieser Website finden, gehören zu den engagiertesten: ökologische Bauweise, beispielhafte Abfallbehandlung, Schutz der biologischen Vielfalt usw. Anbei ein kurzes Glossar zum besseren Verständnis der täglich von ihnen umgesetzten guten Praktiken. Gut zu wissen: Die meisten dieser Praktiken können von uns umweltbewussten Bürgern auch zu Hause angewandt werden!

Zugang für Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit

Die Gemeinschaftsräume und zumindest ein Teil der Privaträume (Schlafzimmer, Badezimmer) sind dank angepasster Einrichtungen (breite Durchgänge, Rampen, spezielles Mobiliar, Haltestangen, usw.) auch für Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit zugänglich.

Biologischer Netzfreischalter

Dieses in das Stromnetz – besonders in den Zimmern – integrierte System ermöglicht es, den Stromkreis in Phasen der Nichtnutzung zu unterbrechen und so elektrische und magnetische Felder zu vermeiden. 

  • Diese Ausstattung finden Sie in den Bungalows Ty Natur.

Hanf und Kalk

Die Mischung dieser Materialien in Form von Ziegeln, Beton oder Beschichtungen verbessert die Isolation, das Wärmespeichervermögen und die Hygrometrie der Gebäude. Das traditionelle und natürliche Verfahren, das dem Bau die Möglichkeit lässt zu atmen, sorgt für ein angenehmes, trockenes Wohlfühlklima und ein rustikales Aussehens der Wohnräume. 

Erdwärme-Heizung

Besteht im Abfangen der im Boden oder im Wasser vorhandenen Energie und ihrer Abgabe an neu gebaute oder renovierte Häuser in Form von Wärme. Ein Bodensensor, häufig in Form eines Glykol-Wasser-Kreislaufs, wird üblicherweise im Garten vergraben und mit der Fußbodenheizung oder den Heizkörpern im Haus verbunden.

  • Erdwärme-Heizung wird in den Bungalows von Kastell Dinn verwendet.

Kompostierung

Organische Abfälle (Obst- und Gemüsereste, Eierschalen, Kaffeesatz, usw.) werden getrennt vom übrigen Müll in einem Spezialbehälter gesammelt oder einfach im Garten angehäuft. Durch Mikroorganismen, Bakterien und Würmer verwandeln sie sich auf natürliche Art in einen idealen natürlichen Dünger für einen Gemüsegarten. Weitere Informationen und Anleitungen finden Sie hier: http://www.worgamic.org/ (französisch).

Strohhaus

Als vollkommen natürliches und erneuerbares Material mit hervorragenden Wärmedämmungseigenschaften wurde Stroh schon immer zum Bauen verwendet. Seit den 1980er Jahren findet man in Frankreich wieder Gefallen daran, vor allem in Kombination mit einer Holzstruktur. Dabei werden extrem komprimierte Strohbündel zwischen die vertikalen Balken, die dem Haus seine Struktur geben, gepackt. Anschließend wird das Stroh innen und außen mit einer Beschichtung – beispielsweise einer Mischung aus Hanf und Kalk – überzogen. Und erstaunlicherweise hält ein Strohhaus einem Brand besser Stand als die meisten Betonkonstruktionen: Da das Stroh extrem komprimiert wurde, erhält der Brandherd keine Sauerstoffzufuhr. Weitere Informationen und Anleitungen finden Sie hier: http://www.compaillons.eu/ (französisch).

Pflanzliche Abwasserreinigung

Das entstandene Abwasser wird in mehrere – häufig zwei – dichte, mit Kieselsteinen gefüllte Behälter geleitet und auf völlig natürliche Weise durch Wasserpflanzen bearbeitet (Sumpfiris, Schachtelhalm, Minze…). Der ohne chemische Produkte und völlig geruchlos ablaufende Prozess ist langfristig gesehen (5 bis 10 Jahre) viel ökonomischer und mit viel weniger Vorgaben verbunden als eine Klärgrube.

VSL-Refugium (VSL - Vogelschutzliga)

Dieses Engagement weist darauf hin, dass sich Ihr Vermieter im Alltag für den Schutz des Wildlebens und der biologischen Vielfalt in seinem Gebiet einsetzt. Dies erfolgt insbesondere durch die Einrichtung von Tränken und Vogelhäusern, das Anpflanzen von Feldhecken aus unterschiedlichen lokalen Gattungen usw. Weitere Informationen und Anleitungen finden Sie hier: http://www.lpo.fr/refuges-lpo/refuges-lpo (französisch).

Tadelakt

Dieser Putz aus natürlichen Bestandteilen auf Kalk- und Wasserbasis wird traditionell in Marokko und aufgrund seiner enormen Wasserbeständigkeit bei gleichzeitig guter Atmungsfähigkeit vor allem in Hammams verwendet. 

Trockentoiletten

Statt die Spülung zu betätigen, werden die Ausscheidungen mit Sägemehl, Holzspänen oder Asche bedeckt. Der Inhalt wird von Zeit zu Zeit auf den Kompost im Garten entleert. Die Späne neutralisieren den Geruch und erlauben eine rasche Zersetzung der Stoffe. Hier ist Schluss mit Trinkwasserverschwendung (1.500 Liter pro Person und Monat)! 

Natürliche Holzbearbeitung

Lacke und synthetische Lasuren, die häufig zum Schutz des Holzes vor Feuchtigkeit, Witterung, Insekten usw. verwendet werden, können schädliche Produkte und Lösungsmittel enthalten. Es gibt umwelt- und gesundheitsverträglichere Methoden wie die Imprägnierung mit Leinöl, die das Holz wasserabweisend macht, seine Durchlässigkeit für Wasserdampf jedoch erhält. Diese kann durch eine Wachsbehandlung ergänzt werden (Bienen- oder Pflanzenwachs), welche die Pflege und Reinigung erleichtert. Traditionell gilt auch Borsalz dank seiner Insekten und Pilze abwehrenden Eigenschaften als eine wirksame Art der Holzbehandlung.